{"id":115951,"date":"2022-07-14T10:00:00","date_gmt":"2022-07-14T08:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=115951"},"modified":"2023-03-03T11:15:22","modified_gmt":"2023-03-03T10:15:22","slug":"cockpit-fuer-das-projektcontrolling","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/cockpit-fuer-das-projektcontrolling\/","title":{"rendered":"Cockpit f\u00fcr das Projektcontrolling"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Produktionsprozesse werden immer anspruchsvoller<\/h2>\n\n\n\n<p>Das Projekt-Business, bei dem Produktionsanlagen nach den individuellen Anforderungen eines Kunden gefertigt und vor Ort installiert werden, ist ein Standbein der Kuka-Gruppe. Von der Erteilung eines Auftrags bis zur Inbetriebnahme einer Anlage kann es auch schon einmal mehrere Jahre dauern; die Kosten belaufen sich in der Regel auf mehrere Millionen Euro. <em>\u201eIn den zur\u00fcckliegenden Jahren hat die Komplexit\u00e4t der Projekte noch einmal immens zugenommen\u201c<\/em>, sagt Wilhelm Keppeler, Head of Project Management Office (PMO) Division Industries bei Kuka. <em>\u201eDas h\u00e4ngt vor allem damit zusammen, dass die Produktionsprozesse unserer Kunden \u2013 beispielsweise Automobilhersteller \u2013 immer anspruchsvoller werden. F\u00fcr uns hat die steigende Komplexit\u00e4t dazu gef\u00fchrt, dass wir beim Projektcontrolling an Grenzen gesto\u00dfen sind.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Projektcontrolling<\/h3>\n\n\n\n<p>So aktualisierten die Projektleiter ihre Reports zwar regelm\u00e4\u00dfig. Den Stand eines Projekts in Echtzeit abzurufen, war aber nicht m\u00f6glich. Au\u00dferdem wurde nur ein Teil der grunds\u00e4tzlich verf\u00fcgbaren Daten zu Kennzahlen verdichtet. Die generierten Kennzahlen waren nur teilweise visualisiert. Um das Projektcontrolling zu verbessern, entschied sich Kuka 2019 daf\u00fcr, das Thema neu aufzusetzen.<\/p><div class=\"great-fullsize-content-de great-entity-placement\" style=\"float: left;\" id=\"great-1422424266\"><div id=\"great-4079814168\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6ZGXMPyM-nU\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"banner_26-04_29_1200x150\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1.jpg\" alt=\"\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n\n\n\n<p>Oliver Kalka, Senior Manager bei MHP: <em>\u201eWir sind schon seit vielen Jahren Partner von Kuka und haben bereits einige IT-Projekte gemeinsam realisiert. Daher war es naheliegend, dass die Verantwortlichen von Kuka als Erstes mit uns \u00fcber ihr Vorhaben beim Projektcontrolling gesprochen haben.\u201c<\/em> Zum einen erarbeiteten Mitarbeitende von Kuka einen neuen Prozess f\u00fcr das Multi-Projekt-Management und bauten ein neues Kennzahlensystem auf. Ziel war dabei, sich von einer vornehmlich \u00f6konomischen Sicht zu einer ganzheitlichen Sicht weiterzuentwickeln, welche die Dimensionen Finanzen, Zeit und Leistung (Qualit\u00e4t) integriert. Zum anderen wurde eine individuelle Analytics-L\u00f6sung entwickelt, die exakt zu den funktionalen Anforderungen von Kuka passte und sich in die bestehende Systemlandschaft integrieren lie\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>Den Kern des Smart Intelligence Robotic Project Cockpits \u2013 so der Name der Applikation \u2013 bildet das Data Warehouse SAP BW on Hana, das schon seit einigen Jahren bei Kuka im Einsatz ist. Hier wurden in Abap und mittels Rapid Prototyping drei aufeinander aufbauende Schichten umgesetzt. Die erste Schicht dient dazu, Daten aus unterschiedlichen Modulen von S\/4 (FI-, CO-, PS-Daten sowie mitlaufende Kalkulationen) in Echtzeit abzurufen und zu harmonisieren. Erforderlich ist diese Harmonisierung zum einen, um die Daten aus den unterschiedlichen Modulen zu vereinheitlichen. Zum anderen sollen so die individuellen Angewohnheiten der Projektleiter bei der Erfassung von Daten ausgeglichen werden. Aus den aufbereiteten Daten berechnet die Calculation Engine als zweite Schicht eine Reihe von Kennzahlen zu Finanzen, Zeit und Leistung. Dazu geh\u00f6ren beispielsweise die Material Ratio oder die Percentage of Completion. <\/p>\n\n\n\n<p>Oliver Kalka: <em>\u201eBei der Umsetzung der Calculation Engine kam es nicht so sehr darauf an, besonders elaborierte mathematische Verfahren zu implementieren. Die Kunst bestand vielmehr darin, in den verschiedenen Modulen von S\/4 die richtigen Daten zu finden und damit aussagekr\u00e4ftige Datenmodelle aufzubauen.\u201c <\/em>Als dritte Schicht gleicht die Monitoring Engine die errechneten Kennzahlen kontinuierlich mit den Soll-Werten ab und meldet mit dem t\u00e4glichen Statusbericht Entwicklungen in Bezug zum Vortag und Differenzen zu kritischen Schwellwerten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Visualisierung mit Add-on<\/h3>\n\n\n\n<p>F\u00fcr eine ansprechende Visualisierung der Ergebnisse wurden mithilfe von QlikView, Qlik Sense und Qlik NPrinting unterschiedliche Sichten realisiert. Das Portfolio-Dashboard gibt einen \u00dcberblick \u00fcber s\u00e4mtliche laufende Projekte und zeigt die jeweiligen Meilensteine an. Au\u00dferdem signalisiert eine Ampel, in welchen Projekten alles rundl\u00e4uft und wo es kritisch wird. Einen detaillierten Blick auf einzelne Projekte bietet das Projekt-Dashboard. Hier stehen zum Beispiel Finanzdetails mit einer Darstellung s\u00e4mtlicher Cashflows, ein Gantt-Projektplan, der unter anderem eine Simulation von Soll-Ist-Abweichungen erm\u00f6glicht, und eine Time-und-Budget-\u00dcbersicht, die Abh\u00e4ngigkeiten hervorhebt, zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n\n\n\n<p>Mittlerweile ist das Cockpit seit 2020 im Einsatz. Und das sehr erfolgreich. Wilhelm Keppeler: <em>\u201eDas neue Cockpit hat uns die erhoffte Transparenz verschafft. Beispielsweise k\u00f6nnen wir heute jederzeit nachvollziehen, ob wir in einem Projekt so weit sind, wie wir sein sollten. Falls nicht, k\u00f6nnen wir direkt reagieren und zum Beispiel zus\u00e4tzliche Ressourcen einplanen. Nat\u00fcrlich wird dann auch unmittelbar ersichtlich, wie sich das auf die Finanzen oder eventuell auf andere Projekte auswirkt.\u201c<\/em> Insgesamt hat die gewonnene Transparenz Kuka dabei geholfen, die Projektsteuerung auf ein neues Level zu bringen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Keller und Knappich Augsburg<\/h3>\n\n\n\n<p>Urspr\u00fcnglich einmal war Kuka ein Telegramm-K\u00fcrzel und stand f\u00fcr Keller und Knappich Augsburg. Heute ist Kuka eine Marke, die weltweit f\u00fcr intelligente Automatisierungsl\u00f6sungen steht. Bekannt ist das Unternehmen, das 1898 von Johann Josef Keller und Jakob Knappich als Acetylengaswerk in Augsburg gegr\u00fcndet wurde, jenseits der Industrie vor allem wegen seiner orangefarbenen Roboter. Zum Produkt- und Leistungsangebot geh\u00f6rt aber noch einiges mehr: von Fertigungsmaschinen f\u00fcr verschiedene Anwendungen \u00fcber fahrerlose Transportsysteme bis zu vernetzten Produktionsanlagen. 2021 erwirtschafteten die circa 14.000 Mitarbeitenden damit einen Umsatz von 3,3 Milliarden Euro.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einen detaillierten Blick auf Projekte bietet ein Projekt-Dashboard. 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