{"id":113043,"date":"2022-05-10T08:00:00","date_gmt":"2022-05-10T06:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=113043"},"modified":"2024-01-19T14:47:46","modified_gmt":"2024-01-19T13:47:46","slug":"nachhaltigkeit-mit-it","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/nachhaltigkeit-mit-it\/","title":{"rendered":"Nachhaltigkeit mit IT"},"content":{"rendered":"\n<p>Unternehmen in Deutschland treffen dabei nicht nur auf ein sich ver\u00e4nderndes Konsumverhalten, sondern auch auf strengere Regulierungen und Investorenanforderungen in puncto Nachhaltigkeit. Inwieweit Nachhaltigkeit in den Unternehmen und den IT-Abteilungen angekommen ist und vor welchen Herausforderungen Organisationen bei der Umsetzung von Nachhaltigkeitsinitiativen stehen, hat die IDC-Studie \u201eIT und Sustainability in Deutschland 2022\u201c zutage gef\u00f6rdert. IDC hat im Dezember 2021 in Deutschland branchen\u00fcbergreifend 200 Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern befragt, um detaillierte Einblicke in die Planungen, Herausforderungen und Treiber in Bezug auf Nachhaltigkeitsinitiativen durch und mit IT zu erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Pandemie hat der Bedeutung von Nachhaltigkeit bei 80 Prozent der befragten Unternehmen in Deutschland einen deutlichen Schub gegeben. 38 Prozent der befragten Unternehmen verf\u00fcgen nach eigenen Angaben bereits \u00fcber einen unternehmensweiten Nachhaltigkeitsansatz, weitere 40 Prozent \u00fcber einzelne Programme. Die gr\u00f6\u00dften Treiber sind dabei die Kundennachfrage nach umweltfreundlichen Produkten und Angeboten sowie die Verbesserung der Betriebs- bzw. Produktionseffizienz. Fast alle Organisationen gaben an, ihre Nachhaltigkeitsziele bis 2030 erreichen zu wollen, dazu geh\u00f6rt neben der konsequenten Ausrichtung auf die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft (44 Prozent) vor allem die Zusammenarbeit mit Lieferanten und Partnern, die ihre Nachhaltigkeitsziele teilen (41 Prozent).<\/p><div class=\"great-fullsize-content-de great-entity-placement\" style=\"float: left;\" id=\"great-587680846\"><div id=\"great-3996420534\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6Ja0zaCg0ss\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"banner_bdc_2026_1200x150\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150.jpg\" alt=\"\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n\n\n\n<p>Zu den gr\u00f6\u00dften Herausforderungen bei der Umsetzung der aktuellen Nachhaltigkeitsziele z\u00e4hlen eine mangelnde Transparenz \u00fcber Prozesse und Daten (25 Prozent), die Einbindung der Mitarbeiter auf der operativen Ebene (23 Prozent) sowie ein fehlendes Bewusstsein daf\u00fcr, wie Technologie bei der Steigerung von Nachhaltigkeit unterst\u00fctzen kann (21 Prozent). <em>\u201eDass jedes f\u00fcnfte Unternehmen in Deutschland offenbar keine klare Vorstellung hat, wie IT in puncto Nachhaltigkeit konkret eingesetzt werden kann, \u00fcberrascht zum einen\u201c<\/em>, sagt Elena Georg, Projektleiterin bei IDC. <em>\u201eEs passt aber auch ins Bild, wenn wir uns anschauen, wo deutsche Unternehmen bei der Digitalisierung stehen.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Responsible Design<\/h3>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend Vorschriften f\u00fcr nachhaltiges Wirtschaften eingef\u00fchrt werden, die zum Beispiel Abgaben auf nicht recycelte Kunststoffverpackungen festlegen, erlaubt die SAP-L\u00f6sung Responsible Design and Production Unternehmen, schneller auf Verfahren der Kreislaufwirtschaft umzusteigen. Die L\u00f6sung bietet Unternehmen einen \u00dcberblick \u00fcber die Materialstr\u00f6me in ihren Prozessen und hilft ihnen, die sich \u00e4ndernden Vorschriften, vor allem zu Produktverpackungen und Kunststoffen, zu verfolgen und einzuhalten. Da Unternehmen zunehmend nachhaltige Produkte entwickeln, werden die Steuerung von Materialien und die Verwaltung gesetzlich vorgeschriebener Daten eine der komplexesten Herausforderungen in der heutigen Konsumg\u00fcterindustrie.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eDie Kreislaufwirtschaft beruht auf drei Prinzipien, die vom Design beeinflusst werden: Abfall und Umweltverschmutzung vermeiden, Produkte und Materialien immer wieder verwenden und nat\u00fcrliche Systeme regenerieren. Digitale L\u00f6sungen spielen auf dem Weg zur Kreislaufwirtschaft eine wichtige Rolle\u201c<\/em>, sagt Andrew Morlet, CEO der Ellen MacArthur Foundation. <em>\u201eUnternehmen k\u00f6nnen dadurch Verfahren der Kreislaufwirtschaft in ihre s\u00e4mtlichen Abl\u00e4ufe einbinden \u2013 vom Produktdesign, das die Vermeidung von Abfall von vornherein ber\u00fccksichtigt, bis zur Verfolgung des Lebenszyklus der verwendeten Materialien.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Mit der SAP-L\u00f6sung sollen Unternehmen Prinzipien der Kreislaufwirtschaft in ihre Kernprozesse integrieren und damit Abfall vermeiden und zus\u00e4tzlichen Mehrwert erzielen, indem sie Produkte gestalten, die von Anfang an nachhaltig sind. So erh\u00e4lt zum Beispiel ein Markenmanager f\u00fcr Shampoos einen \u00dcberblick \u00fcber den gesamten Produktlebenszyklus, einschlie\u00dflich der Verpflichtungen aus der erweiterten Herstellerverantwortung (Extended Producer Responsibility, EPR) und der Abgaben auf Kunststoffverpackungen in verschiedenen M\u00e4rkten. Er ist dadurch in der Lage, das Design zu ver\u00e4ndern, um Abf\u00e4lle zu verringern, und entsprechende Entscheidungen zu treffen, um die Kosten des nachgelagerten Abfallsystems zu senken.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eJedes Jahr verbrauchen wir fast doppelt so viele Ressourcen, wie unser Planet wieder bereitstellen kann. Unternehmen k\u00f6nnen hier einen entscheidenden Beitrag zur l\u00e4ngeren Ressourcennutzung in unseren Systemen leisten, indem sie auf ein intelligentes, verantwortungsvolles Produktdesign setzen, bei dem Ressourcen wieder verwendet und nicht entsorgt werden\u201c<\/em>, sagt Scott Russell, Mitglied des Vorstands der SAP SE und Leiter des Bereichs Customer Success. <em>\u201eProdukte zu gestalten, mit denen Abfall vermieden wird und f\u00fcr die \u00f6kologisch verantwortungsvolle Materialien verwendet werden, ist grunds\u00e4tzlich sehr kompliziert. Aber SAP Responsible Design and Production verringert diese Komplexit\u00e4t und dient unseren Kunden als Ma\u00dfstab, damit sie Produkte bereitstellen k\u00f6nnen, die dem Produktionszyklus wieder zugef\u00fchrt werden und schlie\u00dflich eine regenerative Wirtschaft erreichen.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend heute das Energiemanagement oder Mitarbeiterschulungen f\u00fcr mehr Umweltbewusstsein implementiert sind, geh\u00f6ren der Bezug von fairen IT-Produkten, der Aufbau von Smart Buildings und die \u00d6kobilanzierung von Produkten und Services zu den Initiativen in der Zukunft. Die Optimierung der Effizienz von Lieferketten, Fertigungsprozessen, Maschinen oder des Fuhrparks will in Zukunft jeder zweite Befragte angehen \u2013 allesamt Ma\u00dfnahmen, die durch IT \u00fcberhaupt erst m\u00f6glich werden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"398\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/2204s00_idc_grafik.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-113048\" srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/2204s00_idc_grafik.jpg 800w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/2204s00_idc_grafik-768x382.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/2204s00_idc_grafik-100x50.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/2204s00_idc_grafik-480x239.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/2204s00_idc_grafik-640x318.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/2204s00_idc_grafik-720x358.jpg 720w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption><em>Top 5 der Nachhaltigkeitsthemen mit dem gr\u00f6\u00dften Bedarf an Softwareprodukten in den kommenden zwei bis drei Jahren: Lieferketten und Kreislaufwirtschaft auf Platz drei.<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">IT-Strategie<\/h3>\n\n\n\n<p>Nachhaltigkeit per se hat in den IT-Abteilungen einen hohen Stellenwert und wird schon heute immerhin bei zwei von drei Unternehmen zumindest punktuell in strategischen IT-Entscheidungen ber\u00fccksichtigt. In rund 28 Prozent der Firmen ist der Nachhaltigkeitsaspekt allerdings bereits fester Bestandteil einer ganzheitlichen IT-Strategie, Tendenz klar steigend. Denn bereits f\u00fcr die H\u00e4lfte der Befragten ist Sustainability ein wichtiger Einflussfaktor beim Bezug von IT. Zudem will in den kommenden 24 Monaten nahezu ein Drittel der Unternehmen mehr als 30 Prozent des IT-Budgets in nachhaltige Produkte und Dienstleistungen investieren, die H\u00e4lfte der Unternehmen plant immerhin, zwischen zehn und 29 Prozent des Budgets nachhaltig auszugeben.<\/p>\n\n\n\n<p>Schon bei der Nutzungsdauer von IT-Hardware wird das immense Nachhaltigkeitspotenzial in der IT deutlich, denn das Ende des Nutzungszeitraums wird in den Unternehmen wenig \u00fcberraschend vor allem nach wie vor \u00fcber die Abschreibung und die Vertragslaufzeit definiert und nicht an Leistung oder Verschlei\u00df festgemacht. Hat die Hardware das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht, so wird sie prim\u00e4r recycelt (29 Prozent), weiterverkauft (27 Prozent) oder an den Ger\u00e4tehersteller zur\u00fcckgegeben (24 Prozent). Vor allem im Bereich der Hardware spielt f\u00fcr knapp 90 Prozent der befragten Unternehmen die Druckerinfrastruktur eine wichtige Rolle im Zusammenhang mit der Nachhaltigkeitsstrategie. <\/p>\n\n\n\n<p>Gut 70 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass sich mithilfe moderner, intelligenter Drucker und Multifunktionsger\u00e4te Stromverbrauch und CO2-Emissionen in diesem Bereich reduzieren sowie Prozesse optimieren lassen. <em>\u201eEs liegt auf der Hand, dass die Umsetzung von Nachhaltigkeitsma\u00dfnahmen neue L\u00f6sungswege und Innovationen erfordert, die die Unternehmen im Alleingang oft nicht schaffen k\u00f6nnen\u201c<\/em>, sagt Marco Becker, Projektleiter bei IDC. <em>\u201eDaher sind externe Partner, nachhaltige \u00d6kosysteme und k\u00fcnftig vor allem der Fokus auf ihre Lieferketten f\u00fcr fast zwei Drittel der Befragten wichtig zur Erreichung ihrer Nachhaltigkeitsziele. Wir erwarten, dass k\u00fcnftig zunehmend in nachhaltige \u00d6kosysteme investiert wird und die Unternehmen sich verst\u00e4rkt an IT-Anbieter wenden, die \u00fcber die entsprechenden Netzwerke verf\u00fcgen.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Die Studie zeigt, dass das Thema Nachhaltigkeit bereits einen Einfluss auf deutsche Unternehmen hat und durch steigende Anforderungen von Kunden, Politik und Investoren weiterhin zunehmen wird. Der IT kommt bei der Erreichung von mehr Nachhaltigkeit eindeutig eine Schl\u00fcsselrolle zu, denn sie kann mittels Datenverarbeitung und -analysen sowohl Nachhaltigkeitsinitiativen effektiv begleiten als auch die Grundlage f\u00fcr neue Prozesse und Produkte mit positiven Auswirkungen auf die Nachhaltigkeit sein. IT unterst\u00fctzt also nicht nur die Umsetzung von Nachhaltigkeitsma\u00dfnahmen &#8211; sie werden durch den Einsatz von IT oft \u00fcberhaupt erst erm\u00f6glicht. So schafft IT durch die Bereitstellung von Cloud, IoT oder KI die notwendige Transparenz im Unternehmen selbst sowie entlang der Lieferkette.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jedes f\u00fcnfte Unternehmen versteht laut den Marktforschern IDC noch nicht, inwieweit IT eine Nachhaltigkeitsinitiative unterst\u00fctzen kann. 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