{"id":112605,"date":"2022-03-14T10:00:00","date_gmt":"2022-03-14T09:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=112605"},"modified":"2022-03-11T11:39:09","modified_gmt":"2022-03-11T10:39:09","slug":"business-technology-platform","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/business-technology-platform\/","title":{"rendered":"Business Technology Platform"},"content":{"rendered":"\n<p>Dar\u00fcber hinaus bietet die Business Technology Platform, BTP, neue M\u00f6glichkeiten, die im On-premises-System nicht existieren. Unternehmen m\u00fcssen jedoch strategisch planen, ob und wie sie die Plattform verwenden wollen. Die Ziele, die Unternehmen mit einer Migration der ERP-Systeme nach S\/4 erreichen wollen, sind vielf\u00e4ltig: verschlankte Prozesse, die Chance auf mehr Innovation und erh\u00f6hte Reaktionsf\u00e4higkeit bei Ver\u00e4nderungen, bessere Optimierungsm\u00f6glichkeiten sowie neue, erweiterte Integrationsszenarien mit Kunden und Lieferanten und viele mehr. Oft soll mit der Umstellung auf S\/4 die eigene SAP-Landschaft auch wieder n\u00e4her an den SAP-Standard r\u00fccken, sodass zuk\u00fcnftige Upgrades und Releasewechsel einfacher und schneller absolviert werden k\u00f6nnen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Manchen Unternehmen steht dabei der Weg offen, Eigenentwicklungen und vielleicht sogar Systemmodifikationen zur\u00fcckzubauen. Tats\u00e4chlich scheint es eine gute Gelegenheit, sich bei einem solch gro\u00dfen Software-Sprung auch gleich von alten, teils wom\u00f6glich veralteten und nicht mehr ben\u00f6tigten Individualentwicklungen und Modifikationen zu trennen. Dies gilt insbesondere bei Greenfield-Einf\u00fchrungen, bei denen man mit dem Aufbau des neuen S\/4-Hana-Systems metaphorisch auf der gr\u00fcnen Wiese beginnt, also nicht blo\u00df ein technisches Upgrade (Brownfield-Konvertierung) des bisherigen ERP-Systems auf S\/4 durchf\u00fchrt.<\/p><div class=\"great-fullsize-content-de\" style=\"float: left;\" id=\"great-3739535730\"><div id=\"great-2190760730\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6yfv7eho3Gc\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"Fullsize\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150.jpg\" alt=\"Fullsize\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n\n\n\n<p>Andere Unternehmen jedoch ben\u00f6tigen viele Eigenentwicklungen und Modifikationen, auch nach dem Wechsel auf S\/4. Diese mit in das neue System umzuziehen, ist ein naheliegender Gedanke. Doch damit bliebe alles beim Alten und der SAP-Standard in weiter Ferne. F\u00fcr sie kann die BTP eine L\u00f6sung sein.<\/p>\n\n\n\n<p>SAP bietet mit der BTP, die bis Herbst 2020 als SCP, SAP Cloud Platform, bekannt war, eine Cloud-Plattform, die neben vielen anderen Funktionen auch zahlreiche Bausteine und Services f\u00fcr Entwicklungs-, Erweiterungs- und Integrationsvorhaben bereitstellt. Damit ergeben sich neue Wege, den Ansatz \u201eKeep the Core clean\u201d zu verfolgen \u2013 also die eigenen SAP-Systeme m\u00f6glichst nahe am Standard zu halten. Denn Entwicklungen, die bislang mangels Alternativen innerhalb der SAP-<br>On-premises-Systeme erfolgten, k\u00f6nnen Bestandskunden stattdessen in der BTP implementieren und ausf\u00fchren. <\/p>\n\n\n\n<p>Damit ist neben einer z\u00fcgigen Entwicklung durch viele Services und Best Practices eine lose Kopplung zwischen den eigenen Erweiterungen und dem SAP-Standard m\u00f6glich. Diese unterst\u00fctzt das bereits genannte Ziel, zuk\u00fcnftige Upgrades und Releasewechsel einfacher und schneller durchf\u00fchren zu k\u00f6nnen. Doch wann ist die Nutzung der BTP \u00fcberhaupt sinnvoll und wie sollten Unternehmen bei der Umsetzung vorgehen?<\/p>\n\n\n\n<p>Erweiterungen auf der BTP umsetzen zu k\u00f6nnen, \u00fcber die BTP angebotene Business Services zu verwenden oder Partner beziehungsweise Systeme \u00fcber die BTP zu integrieren, \u00f6ffnet vielf\u00e4ltige M\u00f6glichkeiten: Legt man den Fokus auf Entwicklungen in der BTP, sind jedoch trotz aller Vorteile grundlegende Abw\u00e4gungen notwendig. Denn nicht jedes Unternehmen wird vollst\u00e4ndig auf S\/4 Hana Cloud (Public) setzen und damit ausschlie\u00dflich \u00fcber die BTP entwickeln. Au\u00dferdem wird es auch zuk\u00fcnftig S\/4-Systeme als On-prem geben. Um eine qualifizierte Entscheidung zu treffen, sind folgende Kriterien relevant: Kosten, Infrastruktur und Integration.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Einstiegskosten bei der BTP<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Kosten teilen sich in drei Bereiche auf: Entwicklungskosten, Betriebskosten, Cloud-Geb\u00fchr. Besonders bei den ersten Versuchen wird eine Entwicklung auf der BTP zun\u00e4chst eher mehr Aufwand verursachen, da die Entwicklerinnen und Entwickler sich zumeist auf Neuland bewegen. Hier ist entscheidend, durch entsprechende Schulungsma\u00dfnahmen und eine geschickte Zusammensetzung des Teams eine steile Lernkurve zu erzeugen. Zuk\u00fcnftige Entwicklungen profitieren davon und alle Entwickler wissen die von SAP bekannten Beschleuniger zu sch\u00e4tzen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die internen Betriebskosten einer BTP-Applikation d\u00fcrfen als geringer angesehen werden, da die Plattform vollst\u00e4ndig als Service bereitgestellt wird. Im Gegenzug fallen aber auch Geb\u00fchren f\u00fcr die Nutzung der Services an. Ein Estimator Tool kann diese sehr gut vorhersagen. Dann gilt es noch, eine geschickte Mischung aus Subscription, Pay-as-you-go und CPEA (Cloud Platform Enterprise Agreement) zu finden, um die Kosten zu optimieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Demgegen\u00fcber stehen die eingesparten Kosten bei zuk\u00fcnftigen Upgrades des On-prem-Systems. Jede dort nicht vorhandene Individualentwicklung kann dann auch keine Aufw\u00e4nde verursachen. Auch andere Kostenvorteile, zum Beispiel bei End-to-End-Prozessen mit eingebundenen externen Partnern, k\u00f6nnen sich je nach Anwendungsfall ergeben.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Schlankere Infrastruktur<\/h3>\n\n\n\n<p>Besonders Anwendungen, die extern verwendet werden, profitieren von einer Abbildung auf der BTP. Hier sind die Fragen des gesicherten Zugriffs auf die Applikation, die Verbindung zu On-premises-Systemen und die Anbindung von Daten bereits durch entsprechende Services beantwortet. Bei Anwendungen, die eine gro\u00dfe Menge an Daten aus On-premises-Systemen verarbeiten, m\u00fcssen Unternehmen geschickte Architekturentscheidungen treffen. Es gibt diverse Mittel und Wege, gro\u00dfe Mengen an Daten \u2013 auch near-realtime \u2013 in die BTP zu replizieren. Aber das muss gut durchdacht sein, um tats\u00e4chlich eine lose Kopplung zu erreichen und die Daten nicht in ein weiteres Silo zu verbringen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die verf\u00fcgbaren Services k\u00f6nnen manche Anwendungsf\u00e4lle erst erm\u00f6glichen und andere deutlich beschleunigen. So sind die M\u00f6glichkeiten, KI-Modelle f\u00fcr Vorhersagen zu verwenden, in On-premises-Systemen erst mit einer aktuellen Version von S\/4 m\u00f6glich. \u00dcber die BTP k\u00f6nnen diese auch f\u00fcr \u00e4ltere ERP-Systeme verwendet werden. Ein anderes Beispiel ist die Entwicklung eines Chat Bots, f\u00fcr die die BTP einen entsprechend auszupr\u00e4genden Service mitbringt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Effizienz bei der Integration<\/h3>\n\n\n\n<p>Zuletzt ist der gesamte Prozessablauf und die Gesamtarchitektur zu betrachten. Wenn eine neue Applikation sinnvollerweise auf viele im On-premises-SAP-System vorhandene Funktionen (Funktionsbausteine, Klassen und Methoden etc.) zugreifen sollte, spricht das eventuell eher f\u00fcr eine Implementierung im On-prem-System als f\u00fcr eine Umsetzung in der BTP. \u00c4hnlich verh\u00e4lt es sich, wenn die neue Funktion nur ein kleiner Baustein in einer Massenverarbeitung im On-prem-System ist. Ein st\u00e4ndiges \u201ePing\u201c (Funktionsaufruf) vom On-prem-System in die BTP, wiederholt f\u00fcr viele Tausend Datens\u00e4tze, d\u00fcrfte auch keine besonders performante L\u00f6sung darstellen. All diese \u00dcberlegungen sind sinnvoll und f\u00fcr eine wohldurchdachte Entscheidung notwendig. Die Evaluierung kann auch in entsprechenden Entscheidungsb\u00e4umen oder Strategie-Papieren f\u00fcr die n\u00e4chsten F\u00e4lle vorgehalten werden, sodass sich eine gewisse Routine einstellt bei der Entscheidung, ob im Einzelfall On-prem oder in der BTP entwickelt wird. Bewegt sich die Waage zugunsten der BTP, stehen vor den ersten richtigen Entwicklungst\u00e4tigkeiten zun\u00e4chst \u00dcberlegungen zur richtigen Architektur innerhalb der BTP sowie zur Cloud-Struktur beziehungsweise Gesamtarchitektur.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Cloud Foundry, Kyma, Abap&nbsp;<\/h3>\n\n\n\n<p>Neben den Kriterien, die allgemein zwischen einer Entwicklung auf der BTP und on-premises unterscheiden, m\u00fcssen Unternehmen auch die f\u00fcr sie passende Architektur innerhalb der BTP finden. Dazu stehen drei Umgebungen zur Verf\u00fcgung: Cloud Foundry, Kyma und Abap. Diese Entscheidung ist abh\u00e4ngig von den umzusetzenden Anforderungen und den vorhandenen Skills der Architekten und Entwickler. \u00dcber Cloud Foundry k\u00f6nnen beispielsweise in kurzer Zeit Fiori-Apps intern und extern sehr leichtgewichtig bereitgestellt werden. Die Abap-Umgebung in der BTP ist relativ schwergewichtet und erzwingt unter anderem eine dedizierte Hana-DB in der Cloud. Daf\u00fcr bietet sie die M\u00f6glichkeit, in der wohlbekannten SAP-Programmiersprache zu arbeiten und eine sehr enge Integration an On-prem-Funktionen zu implementieren. In der Kyma-Umgebung k\u00f6nnen containerisierte Applikationen entwickelt und eingesetzt werden. Allen Umgebungen gemein ist die gute Integration in die SAP-Landschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>SAP stellt jedem Kunden, der sich f\u00fcr die BTP entschieden hat, einen Global Account zur Verf\u00fcgung. Dieser bildet eine Klammer um die sogenannten Subaccounts, als abgeschlossene Bereiche zum Beispiel zur Trennung von Projekten oder Stages. Die Subaccounts sind das wichtigste Strukturelement innerhalb der BTP, da sie bei der Erstellung einmalig festgelegte Parameter enthalten. Ein Global Account kann einen oder mehrere Subaccounts enthalten, f\u00fcr die jeweils einzeln definiert wird, in welcher geografischen Region, zum Beispiel Nordamerika, Westeuropa oder andere, und bei welchem Infrastruktur-Anbieter der Subaccount physisch implementiert wird. <\/p>\n\n\n\n<p>Derzeit sind dies: AWS, Microsoft Azure, Google Cloud Platform, Alibaba Cloud und SAP-Cloud-Infrastruktur. SAP \u00fcberl\u00e4sst dem Kunden zwar die Wahl des Hyperscalers, das Vertragsverh\u00e4ltnis besteht jedoch ausschlie\u00dflich mit SAP. Dar\u00fcber hinaus m\u00fcssen Unternehmen festlegen, ob sie den Subaccount f\u00fcr Entwicklungen im Cloud-Foundry-Standard, f\u00fcr Kyma-basierte containerisierte Microservice-Architekturen oder f\u00fcr Abap-Entwicklungen einsetzen wollen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist ratsam, direkt zu Beginn der Nutzung der BTP ein Subaccount-Modell zu konzipieren, um Synergieeffekte zu erm\u00f6glichen und Services und Daten wiederverwenden zu k\u00f6nnen. Selbstverst\u00e4ndlich ist auch eine ordentliche, transparente und nachvollziehbare Struktur f\u00fcr wachsende Plattformen unbedingt notwendig. Es gilt zu pr\u00fcfen, welche gleichartigen Applikationen einen Subaccount (pro Stage) gegebenenfalls teilen k\u00f6nnen und wie strikt die Trennung erfolgen soll. Einzelne Anwendungen k\u00f6nnen nicht oder nicht ohne Weiteres die Ressourcen wie etwa Services oder Daten eines anderen Subaccounts \u201esehen\u201c und nutzen. F\u00fcr die Wahl des geeigneten Subaccount-Modells spielen daher folgende Fragen eine zentrale Rolle:<\/p>\n\n\n\n<p>Ist eine Staged-Development-Umgebung \u2013 Dev, Cons, Prod \u2013 in der BTP notwendig? Sollen Daten in der BTP zentral in einem oder verteilt in mehreren Subaccounts gespeichert werden?<\/p>\n\n\n\n<p>Sollen Applikationen, die vergleichbare Architekturen \u2013 CF, Kyma, Abap \u2013 nutzen, alle in einem, in m\u00f6glichst wenigen oder in jeweils einem separaten Subaccount laufen? Werden Schnittstellen beziehungsweise APIs in einem zentralen oder in jedem einzelnen Subaccount vorgehalten?&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ist es aus organisatorischen Gr\u00fcnden (zum Beispiel Zugriffsschutz) notwendig, bestimmte Anwendungen und\/oder Daten \u00fcber dedizierte Subaccounts von anderen zu separieren?<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Security<\/h3>\n\n\n\n<p>Anschlie\u00dfend muss in Abstimmung mit dem Subaccount-Modell das Security&#8211;Modell definiert werden. Hierbei sind vor allem die Aspekte zur User-Authentifizierung und -Autorisierung relevant.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Entwicklung einer Anwendung ist dann zu betrachten, welche Layer (User Interface, Business-Logik, Persistenz) betroffen sind beziehungsweise auf der BTP umgesetzt werden. Je mehr Layer ein Unternehmen auf der BTP abbildet, umso bedeutungsvoller wird die Wahl des Programmiermodells. F\u00fcr eine UI5-App, die Daten aus einem On-prem-SAP-System verwendet, ist diese Entscheidung sehr einfach. F\u00fcr eine komplexere Applikation, die m\u00f6glicherweise viele Daten ben\u00f6tigt, steigen auch die Anforderungen an das Programmiermodell. F\u00fcr die Wahl der Programmiersprache und -tools stehen die drei zuvor erw\u00e4hnten Ans\u00e4tze zur Auswahl: Cloud Foundry, Kyma und Abap.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend Cloud-Foundry- und Kyma&#8211;Umgebungen diverse Programmiersprachen, etwa Java, Node.js oder Python, erlauben, sind Abap-Umgebungen in der BTP nat\u00fcrlich f\u00fcr die Entwicklung von Abap-Code vorgesehen. Die richtige Auswahl zu treffen, h\u00e4ngt also von mehreren Faktoren ab. Dabei sind sowohl technische M\u00f6glichkeiten der einzelnen Plattformen als auch das jeweils in der Organisation vorhandene technische Wissen \u2013 zum Beispiel der Entwicklerinnen und Entwickler \u2013 zu ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend sich also klassische SAP-Entwickler in der BTP noch am ehesten in Abap-Umgebungen wiederfinden werden, stehen mit Cloud Foundry und Kyma jetzt auch technische Ans\u00e4tze zur Verf\u00fcgung, die es \u201eNicht-SAP-Entwicklern\u201c erm\u00f6glichen, Anwendungen im SAP-Kontext zu bauen.<\/p>\n\n\n\n<p>In beiden F\u00e4llen sollten Verantwortliche zus\u00e4tzliche Ausbildungsaktivit\u00e4ten einplanen, um die technischen Neuerungen in der Cloud-Plattform zu beherrschen. Fundierte Kenntnisse \u00fcber OData, SAPUI5, Fiori Elements, Abap CDS und generell ein gutes Verst\u00e4ndnis f\u00fcr das Abap RESTful Application Programming Model sind f\u00fcr die Erstellung von Fullstack-Entwicklungen (mit dem RAP-Modell) unverzichtbar.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Im Falle von Cloud-Foundry-Entwicklungen sollten die mit der BTP befassten Mitarbeiter f\u00fcr die Entwicklung von Fiori&#8211;Apps OData, SAPUI5 und gegebenenfalls Fiori Elements erlernen. F\u00fcr Fullstack-Applikationen ist dar\u00fcber hinaus auch SQLscript, Node.js und nat\u00fcrlich das CAP-Modell relevant. F\u00fcr viele heutige Entwicklerinnen und Entwickler d\u00fcrfte dies einen anspruchsvollen, aber unbedingt auch interessanten und zukunftsorientierten Ausbildungspfad darstellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass die Entwicklung und der Betrieb von cloudbasierten Anwendungen auch besondere Anforderungen an Sicherheit, Zugriffsschutz und den technischen Betrieb stellen, ist bekannt. Hier bildet die Busi-ness Technology Platform keine Ausnahme. \u00c4hnlich wie bei Anwendungen innerhalb des firmeneigenen Netzwerks, die sich hinter der Unternehmensfirewall befinden, m\u00fcssen auch die Anwendungen in der BTP mittels Authentifizierung und Autorisierungsmechanismen abgesichert sein. Sollten Fehler geschehen, ist das Schadensrisiko in der Cloud nat\u00fcrlich ungleich gr\u00f6\u00dfer. Das Absichern aller Anwendungen im gesamten Lebenszyklus muss also eine zentrale Rolle einnehmen, indem alle Beteiligten die Konzepte und Guidelines unbedingt beachten und verinnerlichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch hinsichtlich des Betriebs kommen mit der Nutzung von Platform as a Service als Basis f\u00fcr Unternehmensanwendungen neue Perspektiven auf Unternehmen zu. Der Aufbau neuer \u201eInfrastruktur\u201c in der Cloud geht auf Knopfdruck, ein neuer Subaccount ist innerhalb von Minuten zusammengestellt und steht lauff\u00e4hig zur Verf\u00fcgung. Auch um die technische Stabilit\u00e4t von \u201eHardware\u201c und den grundlegenden Cloud-Services (Oberkante Betriebssystem) k\u00fcmmern sich der Cloud-Anbieter \u2013 bei der BTP also der jeweilige Infrastruktur-Betreiber wie etwa Microsoft, Amazon, Google oder andere, die oben genannt wurden \u2013 sowie nat\u00fcrlich SAP selbst. <\/p>\n\n\n\n<p>Andererseits gibt man auch einige selbstverst\u00e4ndlich gewordene Gewohnheiten auf, wie zum Beispiel die M\u00f6glichkeit, frei und selbstbestimmt die Release-Zyklen aller Software-Stacks auch \u201eunterhalb\u201c der Anwendungsschicht festlegen zu k\u00f6nnen. In der BTP (wie in vermutlich praktisch allen anderen Cloud-Umgebungen) ist dies im Normalfall zentral von SAP vorgegeben und sorgt f\u00fcr eine stets aktuelle Basis f\u00fcr die eigenen Anwendungen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Fazit<\/h3>\n\n\n\n<p>Neben den erwarteten Vorteilen im Betrieb, einer schnelleren Entwicklung und der sehr guten Integration in die SAP-Welt ist die BTP als Entwicklungsumgebung bei Neben den erwarteten Vorteilen im Betrieb, einer schnelleren Entwicklung und der sehr guten Integration in die SAP-Welt ist die BTP als Entwicklungsumgebung bei Einsatz von SAP-SaaS-Anwendungen sogar teils die einzige M\u00f6glichkeit, eigene Erweiterungen vorzunehmen. SAP stellt f\u00fcr Entwicklerinnen und Entwickler, wie wir es von dem Unternehmen gewohnt sind, viele Werkzeuge bereit, um den Alltag zu erleichtern und den Entwicklungsprozess zu beschleunigen. <\/p>\n\n\n\n<p>Aber auch \u00fcber die Entwicklung von Anwendungen hinaus ist die BTP die strategische Plattform f\u00fcr SAP-Anwender. Ein kleines Beispiel ist ein Service f\u00fcr die Bereitstellung von Wechselkursen auch ohne S\/4 bereits im ERP-System. Aber auch weitere Business Services wie eine zentrale Stammdatenintegration oder die X-Rechnung befinden sich schl\u00fcsselfertig im Angebot.<\/p>\n\n\n\n<p>Nicht zuletzt ergeben sich f\u00fcr Unternehmen mit der Business Technology Platform bislang nicht vorhandene Chancen und M\u00f6glichkeiten f\u00fcr die Etablierung vollkommen neuer Business-Prozesse. Durch die organisatorische und IT-technische Offenheit der BTP-Anwendungen und die in der SAP BTP vorhandenen umfangreichen Integrationswerkzeuge k\u00f6nnen nun Szenarien viel einfacher und schneller umgesetzt werden. Lieferanten, Kunden und weitere Partner k\u00f6nnen somit eng(er) mit den eigenen Daten und Prozessen vernetzt werden, sodass hierbei echte End-to-End-Prozesse vorliegen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die stetig wachsenden intelligenten Services (KI-Services) in der BTP, die Unternehmen hervorragend mit eigenen Anwendungen verkn\u00fcpfen und kombinieren k\u00f6nnen, helfen bei der Wertsch\u00f6pfung aus Daten. Bei konsequenter Umsetzung und Nutzung unterst\u00fctzt die SAP BTP auf diese Weise dabei, sich f\u00fcr aktuelle und zuk\u00fcnftige Herausforderungen fit zu machen und sich agil an Ver\u00e4nderungen der Marktsituation anzupassen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Wechsel zu S\/4 ist eine gute Gelegenheit, mit Entwicklungen auf der SAP Business Technology Platform den Nutzen von bestehenden Modifikationen zu erhalten und gleichzeitig zuk\u00fcnftige Upgrades und Releasewechsel einfacher und schneller zu 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