{"id":108551,"date":"2021-10-21T08:22:00","date_gmt":"2021-10-21T06:22:00","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=108551"},"modified":"2022-05-01T09:55:50","modified_gmt":"2022-05-01T07:55:50","slug":"s-4-als-neuanfang-im-sap-lizenzmanagement","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/s-4-als-neuanfang-im-sap-lizenzmanagement\/","title":{"rendered":"S\/4 als Neuanfang im SAP-Lizenzmanagement"},"content":{"rendered":"\n<p>Warum es so wichtig ist und was bei der S\/4-Hana-Transformation aus Lizenzsicht zu beachten ist, soll in diesem Artikel n\u00e4her beleuchtet werden. Die dabei zwangsl\u00e4ufig auftretende Frage, ob Cloud oder On-premises, h\u00e4ngt letztendlich von der jeweiligen Unternehmensstrategie ab und ist f\u00fcr jedes Unternehmen individuell zu betrachten.<\/p>\n\n\n\n<p>SAP hat in einer Pressemitteilung vom 4. Februar vergangenen Jahres angek\u00fcndigt, die Mainstream-Wartung f\u00fcr Kernanwendungen der SAP Business Suite 7 (ERP\/ECC 6.0) nur noch bis Ende 2027 bereitzustellen und anschlie\u00dfend eine optionale Extended-Wartung bis Ende 2030 anzubieten. Damit steigt der Druck, auf das neue S\/4-System zu migrieren. Mit der anstehenden Migration vieler Bestandskunden geht auch die Chance einher, die historisch gewachsene Komplexit\u00e4t der Lizenzlandschaft zu mindern und so die Transparenz zu erh\u00f6hen. Langfristig besteht so das Potenzial, den Aufwand f\u00fcr die j\u00e4hrlich stattfindenden Audits zu verringern.<\/p><div class=\"great-fullsize-content-de\" style=\"float: left;\" id=\"great-1186786194\"><div id=\"great-865322814\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6yfv7eho3Gc\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"Fullsize\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150.jpg\" alt=\"Fullsize\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">S\/4 On-premises<\/h3>\n\n\n\n<p>Die h\u00e4ufig un\u00fcbersichtliche Anzahl an Vertr\u00e4gen, Anh\u00e4ngen, Erg\u00e4nzungen, Zus\u00e4tzen und Beendigungen kann durch eine \u00fcberschaubare Vertragslandschaft ersetzt werden und bietet so einen Neuanfang im SAP-Lizenzmanagement. Um die S\/4-Transformation allerdings zum eigenen Vorteil nutzen zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen Bestandskunden ein tiefes Verst\u00e4ndnis f\u00fcr ihre aktuelle SAP-Lizenzsituation besitzen oder aufbauen \u2013 und zwar vor den Vertragsverhandlungen. Andernfalls entsteht f\u00fcr Unternehmen schnell das finanzielle Risiko, dass die im Rahmen der Transformation gekauften Lizenzen nicht dem tats\u00e4chlichen Lizenzkonsum entsprechen.<\/p>\n\n\n\n<p>Simplifizierung und Standardisierung \u2013 das verspricht SAP mit S\/4 Hana und liefert dazu ein neues Lizenzierungsmodell. Im On-prem-Bereich besteht das Modell aus den Komponenten direkter Nutzerzugriff, indirekte Nutzung, Line of Business (LOB) und Industry Solutions sowie Hana. Doch welche M\u00f6glichkeiten bestehen nun genau bei einer On-premises-Migration?<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">S\/4 Conversion<\/h3>\n\n\n\n<p>Systemkonvertierung, Neuimplementierung oder selektive Transformation \u2013 die Form der technischen Migration m\u00fcssen SAP-Bestandskunden sorgf\u00e4ltig abw\u00e4gen. W\u00e4hrend f\u00fcr die Migration in die Cloud seitens SAP nur der Weg der Neuimplementierung gew\u00e4hlt werden kann, er\u00f6ffnet sich f\u00fcr Unternehmen im On-prem-Bereich die Frage, ob das bestehende System in G\u00e4nze konvertiert, ein v\u00f6llig neues System implementiert oder die Systemlandschaft transformiert werden soll. Von SAP wird dies mit dem Brownfield-, dem Greenfield- und dem Bluefield-Ansatz beantwortet. Dar\u00fcber hinaus sollten Unternehmen analysieren, ob f\u00fcr sie der Weg der Product Conversion oder der Contract Conversion besser geeignet ist.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Product Conversion<\/h3>\n\n\n\n<p>Bei der Product Conversion k\u00f6nnen bestehende Lizenzen schrittweise f\u00fcr jedes Produkt auf die entsprechenden S\/4-L\u00f6sungen umgestellt werden (Eins-zu-eins-Konvertierung). Unternehmen behalten ihre bestehenden Vertr\u00e4ge und Rahmenvereinbarungen; ECC 6.0 und S\/4-Hana-L\u00f6sungen k\u00f6nnen parallel betrieben werden. Allerdings: Nur jene Produkte, die sich zum Zeitpunkt der Transformation auch im Besitz befinden, k\u00f6nnen im Rahmen der Product Conversion in die jeweiligen S\/4-\u00c4quivalente konvertiert werden. Die Limitierung ist hierbei auf L\u00f6sungen, die es auch bereits in S\/4 Hana gibt.<\/p>\n\n\n\n<p>Nicht jede Lizenz hat ein \u00c4quivalent im Bereich von S\/4 Hana. Dar\u00fcber hinaus muss zwangsl\u00e4ufig das Package \u201eS\/4 Hana Enterprise Management for ERP Customers\u201c gekauft werden, mit dem die Named User auf den Digital Core von S\/4 zugreifen k\u00f6nnen. Wenngleich Unternehmen Datenbanken von Drittanbietern f\u00fcr ihre ERP\/ECC-L\u00f6sungen weiterverwenden k\u00f6nnen, ist dies f\u00fcr S\/4-Hana-L\u00f6sungen nicht m\u00f6glich. Unternehmen m\u00fcssen also ebenso eine SAP-Hana-Plattform erwerben.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kompatibilit\u00e4tspaket<\/h3>\n\n\n\n<p>Je nach Produkt und Vertragslage k\u00f6nnen Unternehmen 100 Prozent Gutschrift auf ihre ehemaligen Produkte erhalten. Die Wartungsbasis darf jedoch laut SAP nicht verringert werden. Wird f\u00fcr ein S\/4-Produkt ein sogenanntes Kompatibilit\u00e4tspaket erforderlich, ist bei der Product Conversion eine Konvertierung nicht m\u00f6glich \u2013 Unternehmen m\u00fcssen in dem Fall warten, bis eine umf\u00e4ngliche S\/4-L\u00f6sung f\u00fcr das Produkt seitens SAP entwickelt wurde.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Product Conversion erm\u00f6glicht Kunden, historisch \u201egute\u201c Lizenzbedingungen beizubehalten. Ebenfalls ist eine Konvertierung von Named Usern in der Regel nicht m\u00f6glich. Dies bietet f\u00fcr SAP-Bestandskunden die M\u00f6glichkeit, in ihrer Geschwindigkeit auf die S\/4-Produkte zu migrieren. Ein Enddatum, bis zu dem die Transformation abgeschlossen sein muss, besteht derzeit nicht. Im Vergleich zur Contract Conversion existiert zudem der Vorteil f\u00fcr Unternehmen, ihre Special-User-Typen behalten zu k\u00f6nnen, falls vorhanden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Contract Conversion<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Contract Conversion ist ein einmaliges Ereignis, bei dem das Unternehmen seinen gesamten bestehenden Vertrag gegen eine neue S\/4 Hana Bill of Material (BoM) austauscht. Den bestehenden Vertragswert k\u00f6nnen SAP-Kunden dabei zu 100 Prozent als Kredit angerechnet bekommen. Der Gesamtkredit ist allerdings auf 90 Prozent des Werts in der neuen BoM begrenzt. Konkret hei\u00dft das, dass die Wartungsbasis der neuen BoM steigen w\u00fcrde. Anders als bei der Product Conversion gestattet es SAP, mittels Kompatibilit\u00e4tspaketen ECC-L\u00f6sungen, die noch kein S\/4-\u00c4quivalent haben, weiterhin zu nutzen. Ferner migriert das Unternehmen zu den neuen S\/4-Hana-Software-Nutzungsrechten.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit der Contract Conversion haben Unternehmen die Chance, ihre SAP-IT-Struktur neu zu \u00fcberdenken und optimiert die neuen SAP-Lizenzen einzukaufen und auszuw\u00e4hlen, zum Beispiel durch Beseitigung von Shelfware (ungenutzten Software-Lizenzen).<\/p>\n\n\n\n<p>Im Vergleich zur Product Conversion erlaubt die Contract Conversion eine Vereinfachung der SAP-Vertragslandschaft sowie eine m\u00f6gliche Neuverhandlung der Gesch\u00e4ftsbedingungen. Zudem k\u00f6nnen SAP-Kunden hier die Flexibilit\u00e4t nutzen, nach Bedarf neue S\/4-Hana-L\u00f6sungen mit dem Kredit aus ihren alten Vertr\u00e4gen zu kaufen.<\/p>\n\n\n\n<p>Product und Contract Conversion sind die von SAP angebotenen Konvertierungswege im Hinblick auf S\/4 Hana On-premises \u2013 beide Szenarien haben ihre Vor- und Nachteile. Welchen Weg ein Unternehmen einschlagen sollte, ist pauschal nicht zu beantworten und muss im Einzelfall betrachtet werden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Named User, Engine und LoB<\/h3>\n\n\n\n<p>Mit S\/4 Hana ben\u00f6tigen Nutzer, die Line of Business (LoB) und Industry Solutions (IS) aufrufen, keine separate Benutzerlizenz, da die betreffende Nutzung in den LoB- und IS-Lizenzen enthalten ist. F\u00fcr die von SAP S\/4 angebotenen Funktionen innerhalb des Digital Cores ist eine Named-User-Lizenz erforderlich. Welcher Lizenztyp ben\u00f6tigt wird, h\u00e4ngt von den aktivierten Funktionsbereichen innerhalb des Digital Cores durch den jeweiligen Account ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Vielfalt an Special-User-Typen in der ECC-Welt erschwert hierbei die Konvertierung in die vorgegebenen vier Nutzertypen in S\/4. Dies macht eine fallweise Betrachtung der bestehenden Nutzung unabdingbar. Unternehmen haben hierbei als einzige M\u00f6glichkeit, sich die Nutzung ihrer User im ECC-Bereich anzusehen und ein Mapping zu erstellen. Nur durch die genauen Transaktionsdaten der User k\u00f6nnen eine kostenoptimale Verteilung der User-Lizenzen auf die S\/4 User sowie die Compliance sichergestellt werden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Hana versus AnyDB<\/h3>\n\n\n\n<p>Eine der bedeutsamsten \u00c4nderungen ist die Verpflichtung, die gesamte S\/4-Hana-Software auf einer Hana-Datenbank laufen zu lassen \u2013 dabei kann die Hana Runtime Edition oder die Enterprise Edition gew\u00e4hlt werden. Der SAP-Bestandskunde kann sich zwischen beiden Datenbank-Lizenzmodellen entscheiden oder eine Hybridl\u00f6sung vorziehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei einer Hybridl\u00f6sung beider Lizenzans\u00e4tze ist auf eine klare Unterteilung der Modelle auf Datenbank-Tenant-Ebene zu achten. Die Auswahl der Datenbanken-Lizenzen f\u00fcr die Hana-Datenbanken kann je nach SAP-System und dessen Anwendung f\u00fcr den Kunden Vor- oder Nachteile bringen. Die Auswahl der Lizenz gilt es zu evaluieren, um auch hier die kostenoptimale L\u00f6sung f\u00fcr den Kunden zu finden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Indirekte Nutzung und Digital Access<\/h3>\n\n\n\n<p>Die indirekte Nutzung, bei der Drittsoftware-L\u00f6sungen auf SAP-Systeme zugreifen, ist lizenzpflichtig \u2013 das gilt f\u00fcr die ECC-Welt und S\/4 gleicherma\u00dfen. Seit April 2018 bietet SAP, neben dem bis dahin bestehenden nutzerbasierten Preismodell, mit Digital Access ein neues Preismodell f\u00fcr die Lizenzierung des indirekten Zugriffs auf die klassischen SAP-Kernfunktionalit\u00e4ten von ERP\/ECC 6.0 und SAP S\/4 Hana an.<\/p>\n\n\n\n<p>Der neue Preisansatz unterscheidet zwischen direktem menschlichen Zugriff (der nach wie vor auf der Grundlage eines benutzer- und enginebasierten Modells berechnet wird) und indirektem digitalen Zugriff, wobei die Anzahl der urspr\u00fcnglich in einem ERP- oder S\/4-System erstellten Dokumente zugrunde gelegt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei hat SAP neun Dokumententypen definiert, welche f\u00fcr Digital Access lizenzpflichtig sind. Dieses Prinzip gilt f\u00fcr die neue S\/4-Welt, aber auch f\u00fcr die ECC-Welt, wenn Digital Access lizenziert wird. Unternehmen k\u00f6nnen jedoch f\u00fcr S\/4 Hana On-premises weiterhin entscheiden, ob sie nach dem \u201ealten\u201c nutzerbasierten Preismodell oder mittels Digital Access lizenzieren m\u00f6chten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Fazit und Audits<\/h3>\n\n\n\n<p>Eine weitere potenzielle Unsicherheit im Rahmen einer S\/4-Transformation besteht in den in der Regel j\u00e4hrlich stattfindenden SAP Self-Audits. Unabh\u00e4ngig davon, ob im Rahmen der Migration eine Auditpause vereinbart wird, nehmen SAP-Transformationsprojekte nicht selten mehrere Jahre in Anspruch. Audits werden dann inmitten der Transformation durchgef\u00fchrt, was bei Unwissenheit zu einem erh\u00f6hten Compliance-Risiko f\u00fchren kann. <\/p>\n\n\n\n<p>SAP gew\u00e4hrt zwar im Rahmen der Transformation auf S\/4 On-premises ein sogenanntes Dual Use Right, welches Unternehmen in die Lage versetzt \u2013 zeitlich beschr\u00e4nkt auf den Transformationszeitraum \u2013, ihre bestehenden ECC-Lizenzen weiter und parallel zu den S\/4-Lizenzen nutzen zu d\u00fcrfen. Allerdings ist auf Unternehmensseite sicherzustellen, dass f\u00fcr beide Systeme keine Unterlizenzierung besteht.<\/p>\n\n\n\n<p>Kommt es bei einem Audit in der Transitionsphase zu einer identifizierten \u00dcbernutzung von ECC-Software, so scheint teilweise der Nachkauf von Altlizenzen zur Abdeckung der Nutzung keine sinnvolle L\u00f6sung f\u00fcr Kunden zu sein. An oberster Stelle sollte nichtsdestotrotz die Wiederherstellung der Compliance stehen. Daher ist zu empfehlen, dass Kunden in diesen Sonderf\u00e4llen versuchen, ein entsprechend relevantes S\/4-\u00c4quivalent des Produkts zu erwerben oder andernfalls entsprechende vertragliche Passagen zur zuk\u00fcnftigen Nutzung beziehungsweise Umwandlung der neu erworbenen Lizenzen sicherzustellen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Zusammenfassend wird deutlich, dass SAP einige nicht kleine \u00c4nderungen in Bezug auf die Lizenzierung ihrer Software vorgenommen hat. Ob sich diese schlussendlich f\u00fcr Unternehmen zu einer Gefahr oder einer Chance entwickeln, h\u00e4ngt auch stark von den Unternehmen selbst und der Aufmerksamkeit ab, die sie dem Thema Lizenzen im Rahmen der S\/4-Hana-Transformation widmen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group has-background\" style=\"background-color:#f2e1ff\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\">\n<h3 class=\"wp-block-heading\">FUE-Evangelium ohne Exit<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Die Nutzungsmetrik f\u00fcr die S\/4 Enterprise Management Cloud lautet Full-Use-Equivalent-Nutzer. Jeder FUE-Nutzer entspricht einer bestimmten Anzahl von Einzelpersonen, die zum Zugriff auf bestimmte L\u00f6sungsfunktionen des Cloud Service berechtigt sind.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt eine Cloud-Roadmap, die SAP reich macht und den Bestandskunden ihre zuk\u00fcnftigen Cloud-Lizenzen und Subskriptionen offenbart. FUE, Full Use Equivalent, ist ein komplexes Regelwerk mit genauen Anweisungen, wie der s\u00fcndige Bestandskunde das Jammertal On-prem verlassen kann, um in die Cloud aufgenommen zu werden. Aus Sicht von SAP sind die Rechenzentren der Bestandskunden die Quelle allen Unheils. Die Aufgaben des SAP-Evangeliums sind totale Abh\u00e4ngigkeit und Kontrolle. Der SAP\u2019sche Allmachtsanspruch basiert auf der Annullierung der On-prem-Lizenzen. FUE wandelt existierende Lizenzen in Cloud-<br>Subskriptionen, damit verliert der SAP-Bestandskunde jede Autonomie \u00fcber sein ERP. Eine Cloud-Exitstrategie der SAP gibt es nicht. Das FUE-Evangelium ist eine Einbahnstra\u00dfe. Beim Eintritt in das Cloud-Himmelreich gibt der Bestandskunde seine Lizenzen an der Himmelspforte ab. Eine R\u00fcckkehr ins weltliche ERP-Leben mit eigener Entscheidungshoheit ist im FUE- Evangelium nicht vorgesehen. Das Fehlen eines Cloud-Exits macht das FUE-Evangelium brandgef\u00e4hrlich. Die Antithese ist somit der Weg in die Cloud unter Beibehaltung der On-prem-Lizenzen. Der Ausschluss aus der Gemeinde der Cloud-Gl\u00e4ubiger, also die gesuchte Exitstrategie, kann nur gelingen, wenn im Firmensafe noch die On-prem-Lizenzen liegen. (pmf)<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/2111_e_3_Magazin_Online_Coverstory.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"125\" title=\"S\/4 als neuanfang im sap-lizenzmanagement\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Download-Coverstory.jpg\" alt=\"Download Coverstory\" class=\"wp-image-37442\" srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Download-Coverstory.jpg 1000w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Download-Coverstory-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Download-Coverstory-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Download-Coverstory-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Download-Coverstory-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Download-Coverstory-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Download-Coverstory-960x120.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele SAP-Bestandskunden m\u00fcssen ihre Systemlandschaft in die S\/4-Welt migrieren \u2013 technisch eine komplexe und zeitintensive Herausforderung. 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