{"id":1011,"date":"2016-11-01T00:28:16","date_gmt":"2016-10-31T23:28:16","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=1011"},"modified":"2019-04-01T09:21:08","modified_gmt":"2019-04-01T07:21:08","slug":"enabling-s4-und-hana","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/enabling-s4-und-hana\/","title":{"rendered":"Enabling S\/4 und Hana"},"content":{"rendered":"<p>Der Startschuss f\u00fcr ein neues ERP-Zeitalter wurde von SAP gegeben. Der Widerhall in der SAP-Community ist ambivalent, weil es gilt, erfolgreiche R\/3-Enterprise-, ERP\/ECC-6.0- und Business-Suite-7-Systeme abzul\u00f6sen \u2013 noch gilt der Informatik-Sager: Never change a running system!<\/p>\n<p>Aber die digitale Transformation und Enabling von IoT, Cloud und Mobile Computing erfordert neue Plattformen und Technologien. Hier kam SAP mit der In-memory-Computing-Plattform Hana und dem Realtime-Enterprise-Konzept S\/4 gerade zur rechten Zeit.<\/p><div class=\"great-fullsize-content-de\" style=\"float: left;\" id=\"great-3934351301\"><div id=\"great-1320095257\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6yfv7eho3Gc\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"Fullsize\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150.jpg\" alt=\"Fullsize\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n<p>Naturgem\u00e4\u00df diskutiert die SAP-Community den Umstieg auf eine neue ERP-Generation mit gro\u00dfem Engagement \u2013 aber nicht immer freiwillig: Die Welt der Gesch\u00e4ftsprozesse \u00e4ndert sich. Branchen bilden \u201eBusiness- Eco-Systeme\u201c und verschmelzen. Das Resultat, wie es von DSAG e.V. auf dem diesj\u00e4hrigen Jahreskongress in N\u00fcrnberg dargestellt wurde: Verschiedene Gesch\u00e4ftsmodelle treffen sich und ergeben eine 360-Grad-Sicht auf die M\u00e4rkte. Erzeugte Daten werden immer mehr zum Gesch\u00e4ftsmodell. Die Voraussetzungen, um diesem Wandel zu begegnen, schafft die Technologie. Welche Rolle wird SAP in diesem Szenario besetzen? Was bedeutet die Position als Softwarehersteller von integrierten Gesch\u00e4ftsprozessen, Business Networks und hybriden Gesch\u00e4ftsplattformen? Welche Bedeutung haben andere Player auf dem Softwaremarkt?<\/p>\n<h3>S\/4-Kick-off<\/h3>\n<p>Frank Scharpenberg, Atos Director im E-3 Gespr\u00e4ch:<\/p>\n<p><em>\u201eWir haben in Deutschland und Europa einige aktive S\/4-Hana-Kunden oder Kunden, die kurz vor der Produktivsetzung stehen\u201c \u201eDer gr\u00f6\u00dfte Teil der aktiven Kunden sind aber Neukunden, welche die Chance genutzt haben, jetzt auf die neue ERP-Generation aufzuspringen.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Der digitale Wandel betrifft aber alle SAP-Bestandskunden, was Scharpenberg best\u00e4tigt: \u201eS\/4 Hana ist bei allen unserer Kunden ein wichtiges Thema. Im mittelst\u00e4ndischen Bereich arbeiten wir an konkreten Einf\u00fchrungs- und Rollout-Szenarien. Die gr\u00f6\u00dferen Kunden sind noch etwas verhaltener und besch\u00e4ftigen sich zurzeit eher mit ihrer generellen S\/4-Hana-Roadmap und setzen konkrete Proofs of Concept auf.\u201c<br \/>\nFrank Scharpenberg ist optimistisch f\u00fcr 2017: \u201eN\u00e4chstes Jahr erwarten wir eine exponentielle Steigerung der Akzeptanzkurve.\u201c Eines ist klar: Neue digitale Prozesse brauchen stabile Kernsysteme, die sich erweitern, modifizieren oder erg\u00e4nzen lassen. Wie sehen die L\u00f6sungen von SAP dazu aus? Der Anwenderverein DSAG meint dazu, mit der Business Suite ist bei den SAP-Bestandskunden eine gereifte Plattform im Einsatz, f\u00fcr die \u00fcber Jahre umfassendes Know-how angereichert wurde.<\/p>\n<p>Hier erwartet die DSAG eine ad\u00e4quate Weiterentwicklung der Bestandsl\u00f6sungen, die nicht zugunsten von Neuprodukten wie S\/4 Hana ausf\u00e4llt. Damit einher geht die Qualit\u00e4t der gelieferten Systeme. \u201eWir brauchen mehr Prozessqualit\u00e4t in Form von fehlerfrei gelieferten L\u00f6sungen, das hilft Unternehmen bei ihrer Digitalisierungsstrategie\u201c, erkl\u00e4rte Marco Lenck, DSAG-Vorstandsvorsitzender, in N\u00fcrnberg. Und er erg\u00e4nzt:<\/p>\n<p><em>\u201eIn Zukunft m\u00fcssen Softwarel\u00f6sungen einfach zu betreiben sein, sonst werden Unternehmen bei ihren Digitalisierungsvorhaben zu sehr aufgehalten.\u201c<\/em><\/p>\n<h3>Hana, SoH und S\/4<\/h3>\n<p>Zeitlich gesehen gab es zuerst Hana, dann SAP Business Suite on Hana (SoH) und dann S\/4. Was ist der Stand von SoH? Wie viele produktive SAP-Bestandskunden gibt es hier? \u201eHier ist die Anzahl deutlich h\u00f6her, da eine technische Migration viel leichter ist, als die Prozesse anzufassen\u201c, beschreibt Frank Scharpenberg den Schritt der SAP-Community in eine Zukunft mit Hana, SoH oder S\/4.<\/p>\n<p>Frank Scharpenberg, Atos Director im E-3 Gespr\u00e4ch:<\/p>\n<p><em>\u201eViele Bestandskunden haben in den fr\u00fchen Phasen die Rabattaktionen der SAP genutzt und sich mit den entsprechenden Lizenzen f\u00fcr die Hana-DB oder im vergangenen Jahr mit S\/4 Hana ausgestattet.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Aber, meint Scharpenberg gegen\u00fcber E-3, bei SoH kann man von erprobter Praxis sprechen, damit ist der Atos Director auf einer Linie mit Marco Lenck.<\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund ist es unter dem Strich f\u00fcr SAP-Kunden wesentlich, dass sie mit unterschiedlichen L\u00f6sungen die Digitalisierung vorantreiben k\u00f6nnen. In einem Tempo, das nicht durch das Auslaufen der Wartung bestimmt wird. Dazu Marco Lenck: \u201eAuf Basis der neuen SAP-Technologien und im Hinblick auf die Bestandsl\u00f6sungen erwarten wir mehr Funktionalit\u00e4t und eine bessere Integration der L\u00f6sungen. Zudem fehlen uns aussagekr\u00e4ftige Roadmaps, um die n\u00e4chsten Jahre planen zu k\u00f6nnen.\u201c Somit scheint SoH f\u00fcr den Bestandskunden eine interessante Herausforderung zu sein, weil er seine Business Suite mit allen Gesch\u00e4ftsprozessen behalten kann und eine schnelle In-memory-Computing-Datenbank bekommt.<\/p>\n<p>Wer und warum soll man den Schritt von Business Suite mit AnyDB auf SoH machen?<\/p>\n<p>Frank Scharpenberg, Atos Director im E-3 Gespr\u00e4ch:<\/p>\n<p><em>\u201eZum einen bietet die Hana-DB in verschiedenen Bereichen eine deutliche Beschleunigung der Gesch\u00e4ftsprozesse im System, was sich auf die Produktivit\u00e4t der Unternehmen auswirkt. Beispielsweise haben wir f\u00fcr einen gro\u00dfen Kunden nachweisen k\u00f6nnen, dass sich auf Basis von SoH seine durchschnittliche Prozess-Performance um das 2,9-Fache verbessert hat \u2013 in einzelnen Bereichen sogar deutlich h\u00f6her.<\/em><\/p>\n<p><em>Des Weiteren haben viele Unternehmen die Lizenzen bereits erworben. Somit ist es allein aus Kostengr\u00fcnden f\u00fcr sie interessant. Hinzu kommt ein deutlich reduzierter Speicherbedarf. Es l\u00e4sst sich somit kundenindividuell ein konkreter Business Case errechnen. Zu guter Letzt halte ich den Weg \u00fcber SoH bei gr\u00f6\u00dferen und komplexeren Installationen f\u00fcr einen guten Zwischenschritt auf dem Weg zu S\/4.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Mit einem \u00e4hnlichen Ansinnen argumentierte Bernd Leukert, Technikvorstand der SAP, bereits 2015 auf der Sapphire in Orlando, USA:<\/p>\n<p>Bernd Leukert:<\/p>\n<p><em>\u201eF\u00fcr Kunden von heute sind kontinuierliche Prozesse und die M\u00f6glichkeit zur Personalisierung eine Grundvoraussetzung. Sie erwarten von Unternehmen, dass diese die neuesten Technologien einsetzen.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Welche Herausforderungen ergeben sich mit SoH und was sind die Services von Atos f\u00fcr diesen Datenbankwechsel? \u201eZun\u00e4chst muss eine Business-Case-Betrachtung angestellt werden und darauf basierend sind dann die entsprechend erforderlichen SAP-Lizenzen zu erwerben\u201c, definiert Scharpenberg das prinzipielle Vorgehen. Die Lizenzen kann der Kunde, sofern er kein SAP-Bestandskunde ist, bei Atos kaufen. Zus\u00e4tzlich ist die notwendige Hardware vom Kunden auszuw\u00e4hlen und zu beschaffen. Je nach Release-Stand der bestehenden ERP-L\u00f6sung des Kunden ist eventuell noch ein Software-Upgrade auf ERP\/ECC 6.0 und EhP 7 (Enhancement Package) durchzuf\u00fchren, damit das System \u00fcberhaupt auf SoH migriert werden kann. Danach kann dann die Code Conversion stattfinden.<\/p>\n<p>Frank Scharpenberg, \u00fcber die Umsetzung und den Mehrwert von Atos:<\/p>\n<p><em>\u201eHier nutzt Atos seine Migration Factory in Indien mit entsprechend teilautomatisierten Tools und f\u00fchrt die Datenbankmigration auf Hana durch\u201c<\/em><\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend unterst\u00fctzt Atos den Kunden beim Testen des neuen SoH- Systems sowie den Go Live. \u201eMit unseren Hana-zertifizierten Bullion-Servern sind wir in der Lage, dem Kunden ein End-to-End-Paket f\u00fcr seinen Umstieg auf Hana anzubieten, wenn gew\u00fcnscht inklusive Hosting und Application Management\u201c, beschreibt Frank Scharpenberg den Atos-Weg und er erg\u00e4nzt stolz: \u201eHier k\u00f6nnen wir mit der Hana-Migration bei Siemens und anderen Kunden auf umfangreiche Erfahrungen zur\u00fcckgreifen.\u201c<\/p>\n<h3>Ziel 2025<\/h3>\n<p>Wie erkl\u00e4rt Atos einem potenziellen SoH-Kunden den Release-Wechsel? Als ERP-System f\u00fcr die kommenden zehn Jahre oder als Zwischenschritt mit dem Endziel S\/4 bis 2025?<\/p>\n<p>Frank Scharpenberg:<\/p>\n<p><em>\u201eDas Ziel ist nat\u00fcrlich der S\/4-Hana-Umstieg in den n\u00e4chsten Jahren\u201c\u201eS\/4 Hana bietet ja neben der schnellen Datenbank noch weitere deutliche Vorteile wie die integrierte Datenhaltung, die neuen User-Interfaces oder den Einstieg in IoT als Plattform in die digitale Welt. Zudem werden Neuentwicklungen im Wesentlichen nur noch im S\/4-Umfeld stattfinden. Der Zeitraum bis 2025 mag aus Wartungssicht lange erscheinen, aber ich glaube, dass allein durch die inhaltlichen Vorteile eine gr\u00f6\u00dfere Adaptionswelle in den n\u00e4chsten Jahren einsetzen wird.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Damit ist sich der Atos Director dem Sinn nach vollkommen einig mit den Aussagen von SAP-Technikvorstand Bernd Leukert.<\/p>\n<p><em>\u201eWir haben eng mit unseren Kunden zusammengearbeitet, die sich in der digitalen Wirtschaft weiterentwickeln und herausfinden wollen, wo ihnen digitalisierte Prozesse den gr\u00f6\u00dften Mehrwert bieten\u201c, sagte Leukert auf der Sapphire 2016 \u201eDas Ergebnis ist eine v\u00f6llig neu konzipierte Suite, die S\/4 Hana zum ersten digitalen Kern f\u00fcr digitale Gesch\u00e4ftsprozesse macht. Unternehmen k\u00f6nnen dadurch mithilfe innovativer Anwendungsszenarien in zentralen finanziellen und operativen Bereichen wie der Logistik einen einzigartigen Mehrwert erzielen. Dabei profitieren sie von vereinfachten Datenmodellen und einer flexiblen Benutzeroberfl\u00e4che.\u201c<\/em><\/p>\n<h3>Time-to-Market<\/h3>\n<p>Die DSAG hat k\u00fcrzlich verlautet, dass auch eine SAP Business Suite mit AnyDB bereits ein sehr gutes System f\u00fcr die digitale Transformation, IoT und Industrie 4.0 ist. Stimmt das?<\/p>\n<p>Frank Scharpenberg:<\/p>\n<p><em>\u201eIm Kern halte ich diese Aussage nicht f\u00fcr falsch. SAP ist f\u00fcr viele Kunden der ,Backbone\u2018 in ihren Gesch\u00e4ftsprozessen und wird es zuk\u00fcnftig auch bleiben. Oft handelt es sich hier jedoch um historisch gewachsene, h\u00f6chst individualisierte Systeme. Im Zeitalter der digitalen Transformation ben\u00f6tigen Unternehmen aber auch eine erh\u00f6hte Flexibilit\u00e4t und Anpassungsgeschwindigkeit \u2013 Stichwort: Time-to-Market. Wer kann jetzt schon genau sagen, welche Herausforderungen sein Unternehmen im Rahmen der Digitalisierung in drei Jahren genau zu bew\u00e4ltigen hat und welche Wettbewerber mit welchen innovativen Gesch\u00e4ftsmodellen sein Kerngesch\u00e4ft angreifen?\u201c<\/em><\/p>\n<p>Mit dieser Aussage erkl\u00e4rt Scharpenberg die Verbindung zwischen Alt und Neu, zwischen den Strategien der SAP-Community und den Visionen von SAP. Der Atos Director sieht wie Bernd Leukert den Mehrwert: \u201eDar\u00fcber hinaus wird bei den zunehmenden Datenmengen zum Beispiel durch IoT- und Industrie-4.0- Anwendungsf\u00e4lle die Skalierbarkeit eine entscheidende Rolle spielen. Deshalb halte ich es f\u00fcr richtig, den Wechsel auf die neue ERP-Generation als Sprungbrett zu sehen und sich hier entsprechend aufzustellen. IT und Technologie d\u00fcrfen dabei nicht zum Flaschenhals werden. Deswegen darf man bei der ganzen SoH-Diskussion nicht vergessen, dass ein direkter Sprung \u2013 Greenfield mit S\/4 Hana \u2013 die einmalige Chance bietet, alte Z\u00f6pfe abzuschneiden und sich komplett neu f\u00fcr das digitale Zeitalter aufzustellen.\u201c<\/p>\n<p>Und welche Einschr\u00e4nkungen oder Vorteile ergeben sich somit f\u00fcr SoH-Anw\u00e4rter? Welche Erkenntnisse gibt es aus der Implementierungspraxis? \u201eIn der Praxis konnten wir in vielen Bereichen die von SAP propagierten deutlichen Performance-Gewinne\u00a0 und den reduzierten Speicherplatzbedarf best\u00e4tigen\u201c, sagt Scharpenberg im E-3 Gespr\u00e4ch. \u201eAls Einschr\u00e4nkung gegen\u00fcber S\/4 Hana ist sicherlich zu nennen, dass ich zwar meine alten Prozesse beschleunige, aber die weiteren prozessrelevanten Nutzenvorteile \u2013 etwa Wegfall der Datenfortschreibung f\u00fcr Reporting-Zwecke \u2013 nicht abgeholt werden.<\/p>\n<p>Hier muss man allerdings schauen, ob bereits alle ben\u00f6tigten logistischen Funktionalit\u00e4ten voll zur Verf\u00fcgung stehen und ausgereift sind. Hier macht SAP aber einen guten Job, die L\u00fccken schnell zu schlie\u00dfen\u201c, wei\u00df Scharpenberg aus seiner beruflichen Praxis und er erg\u00e4nzt: \u201eNat\u00fcrlich habe ich beim zweistufigen Approach \u2013 erst SoH, dann irgendwann S\/4 Hana \u2013 erst mal h\u00f6here Aufwendungen aufgrund der zwei Projekte. Das kann aber aus Risikominimierungssicht sinnvoll sein!\u201c<\/p>\n<h3>Alternativen<\/h3>\n<p>Was ist die Alternative zu SoH? Warten bis 2020, wenn S\/4 wahrscheinlich \u00fcber einen \u00e4hnlichen Funktionsumfang verf\u00fcgen wird? Oder heute mit den S\/4-Add-ons Finance und Logistics beginnen?\u201eDies ist nat\u00fcrlich von der individuellen Ausgangssituation und Zielstellung jedes Unternehmens abh\u00e4ngig\u201c, definiert Scharpenberg.<\/p>\n<p>\u201eWenn ich Hana-DB-Lizenzen bereits habe, die Geschwindigkeitsvorteile nutzen will und vor einem Wechsel zu S\/4 schon mal Erfahrungen mit der neuen Technologie sowie der notwendigen Anpassungen \u2013 z. B. Code Conversion \u2013 machen will, ist man mit einem SoH sehr gut beraten.Wer f\u00fcr sein Gesch\u00e4ft die weiteren inhaltlichen und funktionalen Vorteile im Bereich Finanzen nutzen will, kann mit den neuen S\/4-Finance-Funktionalit\u00e4ten starten. Diese sind schon deutlich ausgereifter und erprobter als der logistische Part, dessen Funktionsumfang aber \u00fcber die n\u00e4chsten Versionen stetig wachsen wird. Da wird niemand bis 2020 warten m\u00fcssen, da es ja bereits erste Kunden gibt, die vollumf\u00e4nglich auf S\/4 Hana Enterprise Management gewechselt sind. In Summe kann ich empfehlen, sich jetzt mit dem Thema S\/4 Hana zu besch\u00e4ftigen. Das bedeutet ja nicht zwangsl\u00e4ufig, sofort die Conversion oder einen Greenfield-Ansatz durchzuf\u00fchren, auch organisatorische und prozessuale \u00c4nderungen geh\u00f6ren dazu.\u201c<\/p>\n<h3>Treiber: IoT<\/h3>\n<p>Gibt es Argumente bez\u00fcglich der digitalen Transformation, schnell auf SoH zu wechseln? Ein klassisches Beispiel sind IoT-Szenarien und die damit verbundenen Datenmengen, meint Frank Scharpenberg. Mit SoH ist ein technischer Eintritt in die IoT-Welt m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Frank Scharpenberg:<\/p>\n<p><em>\u201eUnd dies ist ein guter Schritt\u201c\u201eJede Technik aber wird von einem Prozess begleitet. Und solange das jeweilige SAP-System die IoT-Szenarien speist und wir in E2E-Prozessen denken, macht es auch Sinn, auf S\/4 Hana zu schwenken und die Prozesse danach auszurichten.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Die digitale Transformation ist demnach f\u00fcr alle eine Herausforderung. \u201eMit dem Voranschreiten von Industrie 4.0 er\u00f6ffnen sich Produktionsunternehmen neue Gesch\u00e4ftschancen durch Softwaresysteme, die Sensordaten analysieren\u201c, so Bernd Leukert, der als Vorstandsmitglied der SAP f\u00fcr den Bereich Produkte und Innovationen zust\u00e4ndig ist.<\/p>\n<p><em>\u201eFirmen, die jetzt anfangen, \u00fcber Innovationen in der Fertigung nachzudenken, werden einen Wettbewerbsvorteil haben. Mit unserem Kooperationsprojekt m\u00f6chten wir dem produzierenden Gewerbe helfen, sich schneller auf ver\u00e4nderte Gesch\u00e4ftsanforderungen einzustellen und Produkte anzubieten, die den Erwartungen der Kunden entsprechen.Gemeinsam wollen wir Personen, Ger\u00e4te, Maschinen, Produkte und Services rund um die Welt vernetzen. So k\u00f6nnen unsere Kunden Daten in Echtzeit sammeln und informierte Entscheidungen treffen \u2013 die besten Voraussetzungen, die Zufriedenheit und Treue der Kunden zu erh\u00f6hen.\u201c<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>SAP hat das gr\u00f6\u00dfte Projekt ihrer \u00fcber vierzig Jahre langen Unternehmensgeschichte begonnen: den Versionswechsel von einem \u201eBlackbox\u201c-ERP zu einem offenen ERP mit der In-memory-Computing-Plattform Hana. F\u00fcr einen Trusted Advisor wie Atos gilt nun: Enabling S\/4 und Hana. 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